In Mehrfamilienhäusern, gemischt genutzten Liegenschaften und grossen Gewerbeobjekten steigen die Anforderungen an Zutrittsorganisation, Fernwartung und Systemintegration kontinuierlich. Eine Türstation muss heute nicht nur klingeln, sondern Bewohner verwalten, verschiedene Identifikationsmedien unterstützen und sich in bestehende Gebäudeautomation einfügen.
Mit den Modellen D31TDV (vertikale Ausführung) und D31TDH (horizontale Ausführung) bietet DoorBird eine IP Video Türstation für Anlagen mit bis zu 1000 Einheiten. Das integrierte 7″ Touch-Display dient als zentrales Bedien- und Informationsmodul und ermöglicht die strukturierte Darstellung von Bewohnerverzeichnissen, Logos oder individuell konfigurierbaren Schnellzugriffen.
Architektur und Materialwahl im Planungsprozess
Die D31x-Serie ist in verschiedenen Material- und Beschichtungsvarianten erhältlich. Je nach architektonischem Konzept oder Umgebungsanforderung stehen Edelstahl-Frontblenden sowie Varianten mit PVD- oder Pulverbeschichtung zur Verfügung. Ebenso sind Ausführungen in „Echtes Messing brüniert“ oder „Echte Baubronze“ erhältlich.
Damit kann die Materialwahl unabhängig von der Bauform – vertikal (D31TDV) oder horizontal (D31TDH) – projektspezifisch definiert werden. Beide Modelle sind für Aufputz- oder Unterputzmontage ausgelegt, das Montagerückgehäuse ist separat erhältlich.
Digitale Bewohnerverwaltung und flexible Zutrittsmedien
Das 7″ LCD Touch-Display verwaltet bis zu 1000 Einträge im Namensverzeichnis. Anpassungen erfolgen remote per App oder Webbrowser. Bewohnerwechsel oder temporäre Berechtigungen können damit ohne Vor-Ort-Einsatz umgesetzt werden.
Neben dem virtuellen Keypad stehen ein integrierter RFID-Leser (13.56 MHz), ein QR-Code-Leser sowie Bluetooth Low Energy zur Verfügung. Zutrittsrechte lassen sich zeitlich einschränken und mit individuellen Aktionen verknüpfen. Bis zu 1000 RFID-Transponder können verwaltet werden.
Bildqualität, Sensorik und Betriebssicherheit
Der integrierte Sony Starvis Bildsensor liefert Full-HD-Auflösung mit 1080p und Wide Dynamic Range. Die hemisphärische Ultraweitwinkellinse mit 180° Erfassungsbereich deckt den Eingangsbereich vollständig ab. Nachtsicht wird über Infrarot-LEDs mit automatischem IR-Cut-Filter unterstützt.
Die Audioübertragung erfolgt in Vollduplex mit Echo- und Geräuschunterdrückung. Video- und Audioanrufe sind auf Smartphones, Tablets oder über SIP-fähige Endgeräte möglich.
Ein integrierter 4D-Bewegungssensor arbeitet mit mehreren Sensoren und Funkfrequenzenergie. Reichweite, Laufrichtung und auslösende Ereignisse sind konfigurierbar. Push-Benachrichtigungen oder Schaltvorgänge lassen sich gezielt definieren.
Integration in Gebäudeautomation und Netzwerkinfrastruktur
Eine dokumentierte, lokal verfügbare API ermöglicht die Einbindung in Drittanbieter- und SIP-Systeme. Die D31x-Serie ist kompatibel mit zahlreichen Smart-Home- und Gebäudeautomationslösungen wie KNX, Loxone oder Control4.
Zwei frei konfigurierbare bistabile Schaltrelais erlauben die Ansteuerung von Türen oder Toren. Die Spannungsversorgung erfolgt über PoE+ gemäss IEEE 802.3at, wodurch nur ein Netzwerkkabel erforderlich ist. Alternativ kann die Anbindung über einen 2-Draht Ethernet PoE+ Konverter realisiert werden.
Barrierefreiheit und langfristige Auslegung
Ein integriertes Modul für Barrierefreiheit unterstützt akustische Signale, Piktogramme sowie eine Hörschleife für kompatible Hörgeräte. Bei fachgerechter Installation werden einschlägige Normen für barrierefreies Bauen berücksichtigt.
Das 7″ Display ist durch gehärtetes Schutzglas geschützt und kann bei Bedarf ohne Spezialwerkzeug vor Ort ausgetauscht werden. Dies unterstützt eine wartungsfreundliche und langfristige Auslegung.
Ausblick: 5G-Variante für reduzierte Infrastruktur
Mit den angekündigten Modellen D31TDV 5G und D31TDH 5G erweitert DoorBird die Serie um Varianten mit integrierter 5G-Technologie. Dadurch kann die Türkommunikation ohne klassische Ethernet-Verkabelung betrieben werden.
Insbesondere bei Bestandsgebäuden mit eingeschränkten Leitungswegen bietet dieser Ansatz Vorteile hinsichtlich Installationsaufwand und Flexibilität. Die reguläre Markteinführung ist für 2026 vorgesehen, Pilotprojekte laufen bereits.